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Surfen mit Lichtgeschwindigkeit

Die Stadtwerke Rendsburg erweitern ihr Glasfasernetz für superschnelles Internet, Telefon und Fernsehen. Der Komplettausbau in Rendsburg und Büdelsdorf läuft.

Der Ausbau der Breitbandnetze mit Glasfasertechnologie gehört zu einer der Kernaufgaben der Landesregierung von Schleswig-Holstein. Bis 2030 sollen alle Haushalte zwischen Nord- und Ostsee über die superschnellen Anschlüsse für Internet, Fernsehen und Telefonie verfügen.

Solange wollten die Stadtwerke Rendsburg nicht warten. Sie haben daher inzwischen mit dem flächendeckenden Ausbau ihres Glasfasernetzes begonnen und bieten das fortschrittliche Breitband-Produkt EiderKom.de bereits ersten Kunden in Rendsburg und Büdelsdorf an. Derzeit nutzen schon rund 60 Endkunden die Glasfaserprodukte. Von der schnelleren Übertragungstechnik profitieren Privatleute und Unternehmen gleichermaßen.

Wer das Internet zu Hause nutzt, kann zum Beispiel große Dateien wie Filme oder Fotos viel schneller aus dem Netz laden (Download), sie ins Internet hochstellen (Upload) oder per E-Mail versenden. Auch Videotelefonie und Streamingdienste für Musik oder Filme laufen ruckelfreier und stabiler. Bei der professionellen Anwendung von Unternehmen leisten die schnellen Netze ebenfalls wertvolle Dienste – etwa bei Videokonferenzen, dem Versand und der cloudbasierten Verwaltung von Konstruktionszeichnungen, der Videoübertragung von Überwachungskameras oder zukünftig für digitale Dienstleistungen, die heute noch nicht existieren. Auch Bauträger und Hausverwaltungen zeigen großes Interesse an der schnellen Technologie, da sie dadurch den Wert ihrer Immobilien steigern.

Schon während der Pilotphase 2014 der Stadtwerke Rendsburg haben sich zahlreiche Betriebe im Büdelsdorfer Gewerbegebiet Fehmarnstraße/Wollinstraße für einen Glasfaseranschluss entschieden. Nach den positiven Erfahrungen während dieser Phase, haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr mit dem Komplettausbau 2015 begonnen. Inzwischen besitzen mehr als die Hälfte der Mehrfamilienhäuser im Büdelsdorfer Neubaugebiet Elsa-Brändström-Straße einen schnellen Glasfaseranschluss bis in die Wohnungen.

Um die Geschwindigkeitsvorteile bei einem EiderKom.de-Hausanschluss voll zu nutzen, ist es sinnvoll, auch innerhalb von Gebäuden Glasfaserleitungen statt konventioneller Kupferkabel zu verwenden – ein besonderes Leistungsmerkmal des Stadtwerke-Angebots „FTTH-Fiber To The Home". Damit können Übertragungsgeschwindigkeiten weit über die Maximalgeschwindigkeit von VDSL-Kupfertechnologie (VDSL) bereitgestellt werden.

Die neue Glasfasertechnik ist zudem besonders umweltfreundlich. So benötigt ein Glasfasernetz nur rund 20 Prozent der Energie, die ein Kupfernetz für die Datenübermittlung braucht. Außerdem erzeugen Glasleitungen auch keine elektromagnetischen Strahlungen, auf die manche Menschen sensibel reagieren.

Glasfaser

Was ist ein Glasfaserkabel?

Ein Glasfaserkabel besteht aus einzelnen Lichtwellenleitern (LWL). Sie ermöglichen die Datenübertragung mit Licht. Das Licht wird dabei in Fasern aus Quarzglas oder Kunststoff übertragen. Im herkömmlichen Kupferkabel erfolgt die Datenübertragung mit elektrischem Strom (mittels Elektronen).

Wie funktioniert ein Glasfasernetz?

Ein Glasfasernetz hat im Aufbau Ähnlichkeiten mit dem herkömmlichen Telefonnetz mit Kupferkabel. Das Glasfasernetz unterscheidet sich allerding entscheidend darin, dass deutlich höhere Geschwindigkeiten erreicht werden können als mit einem Kupfernetz. Denn in einem Kupfernetz nimmt die die Übertragungsgeschwindigkeit mit zunehmender Länge deutlich ab und Störanfälligkeit steigt.

Mit dem Glasfasernetz können theoretisch Datenraten von weit über 1.000 Megabit pro Sekunde (1000 Mbit/s) im Down- und Upload erreicht werden. Dabei hat die Entfernung nahezu keinen Einfluss auf die Signalstärke und Signalqualität.

Mit dem Kupfernetz (DSL und VDSL) sind hingegen Datenraten lediglich bis 100 Megabit pro Sekunde (100 Mbit/s) zu erreichen.

Damit ist der Ausbau des Glasfasernetzes eine Investition in die Zukunft. Die Glasfasertechnologie ist auf lange Sicht die erste Wahl für den Aufbau eines zukunftsfähigen Multimedia-Breitbandnetzes.